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Tag 0 (29.05.2012) - Anreise

Dienstag, 29.05.2012

15:20 Abflug in FRA. Keine weiteren Vorkommnisse. Mit Manus Eltern noch ein gemütliches Getränk am Flughafen eingenommen und dann ab in den Flieger. Um ca. 23 Uhr Zwischenstopp in Dubai und Zeit totschlagen bis zum Weiterflug nach Beijing. Es ist nicht sicher, ob der Flughafen DXB ein Flughafen mit ein paar Duty Free Geschäften ist oder doch eher eine Duty Free Shopping Mall mit ein paar Flugzeugen. Wir haben auf jeden Fall nichts gekauft.

Fliegerei

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Tag 1 (30.05.2012) - Beijing

Mittwoch, 30.05.2012

Landung in PEK und vor der Sicherheitskontrolle am Airport Express Train die erste Bekanntschaft mit den chinesischen Eigenarten gemacht: die fein deutsche Art des Anstellens gilt hier nicht, sondern immer schön vordrängeln. Die Öffentlichen Verkehrsmittel sind gut ausgeschrieben nur mit den Ticketautomaten konnten wir uns nicht anfreunden, aber dafür gibt’s ja den altmodischen Weg des Ticketkaufs am Schalter. Ein Ticket kostet 2RMB, es ist also sehr günstig. Auf dem Weg zum Hostel sind wir erstmal in eine Schule reingelaufen, weil des Tor so schön war und wir dachten es wäre das Hostel. Die zwei Chinesen waren aber sehr nett und nahmen uns auf Grund der Sprachbarrieren einfach an die Hand und haben uns im Hostel abgeliefert. Das Zimmer war sehr angenehm, mit eigenem Bad und auch sauber. Die Dusche war mit das Beste. Nachdem das Gepäck im Zimmer verstaut wurde, sind wir noch ein bisschen durch die Straßen gelaufen und haben uns einen ersten Eindruck verschafft. Es waren noch sehr viele Leute unterwegs und es war zu erkennen, dass das Leben hier auf der Straße stattfindet, egal wie alt man ist. Alle sitzen zusammen und spielen oder unterhalten sich. Danach gabs noch ein Bierchen auf der sehr schönen Dachterrasse und dann ab ins Bett…

Tag 2 (31.05.2012) - Beijing

Donnerstag, 31.05.2012

There are 10 million bicycles in Beijing, ladida. Und zwei davon sind uns. Zumindest heute. Wir cruisen also mit den alten Drahteseln vom Hostel ein bissl durch die Stadt. Durch unser Hutong (d.h. alter Stadtteil), zur Verbotenen Stadt, zum Platz des himmlischen Friedens... In der verbotenen Stadt ist ordentlich Betrieb daher erstmal weiter zum Platz des himmlischen Friedens. Riesig das Teil. Viel Platz, viel Pomp. Von dort aus geht’s weiter zum Bell und Drum Tower. Und weils mitm Rad so schön ist noch ein bissl um den ???-See. Leider fängts zu regnen an und wir finden Unterschlupf in einer kleinen Bar. Wir fragen den Barmann, wann es denn wohl aufhört zu regnen. Daraufhin erklärt er uns höchst hilfsbereit und gestenreich den Weg „dorthin“. Naja, das mit der Sprachbarriere ist eben so eine Sache. Wir entscheiden uns, im Regen nach Hause zu fahren. Anja sieht danach aus wie nach einem Schlammbad. (Das T-Shirt war auch nicht mehr zu retten :-( ) Ich habe Schutzbleche… Den frühen Abend loungen wir im Hostel ab. Zu späterer Stunde geht’s nochmal los was zu essen suchen. Es gibt Suppenartiges. Anja entscheidet sich für „Medlar“ Fleischeinlage. Was ist Medlar??? Ende.

Platz des Himmlichen Friedens Drum Tower den Regen aussitzender erste Verlust 

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Tag 3 (01.06.2012) - Beijing

Freitag, 01.06.2012

Nachdem der Manu uns am Tag zuvor noch einen Ausflug zur Great Wall gebucht hat, gings um 8:40 in einem kleinen und sehr engen Reisebus mit 10 anderen Touris los. Die Fahrt dauerte gut 2,5 h, um danach endlich auf der Mauer wandern zu gehen. 22 Türme durften wir hinter uns lassen und am Ende wäre jeder gerne noch ein bisschen weiter gegangen, weil es einfach nur soooo schön und beeindruckend war. Es ging Treppen hoch und runter und tausend Bilder wurden geschossen. Gleich zu Beginn bekamen wir „Geleitschutz“ von geschäftstüchtigen Frauen, die alle paar Meter versuchten uns ein T-Shirt zu verkaufen. Für 6,5 km haben wir 3h gebraucht. Da hat sich das Osterwandertrainingslager gelohnt ;-) Bei dem Versuch am Abend im Hostel die Weiterfahrt für den nächsten Tag zu organisieren versuchten wir clever zu sein und Zugtickets im Hostel zu buchen, nur leider mussten wir trotzdem noch zur Beijing Railway Station und die Tickets persönlich abholen. Ein riesen Gebäude und tausende Menschen. So wurde aus „eben mal schnell“ am Ende ca. 3h. Aus unserer Verabredung mit zwei Great-Wall-Wanderkollegen aus unserem Hostel zum Peking-Ente-Essen wurde also nix. Die Restaurants hatten schon den Feierabend eingeleitet. Glücklicherweise verkaufte uns ein netter Gastwirt noch seine letzten Dumplings. Wir hatten Riesenhunger und haben etwas mehr geordert. Dafür wurden wir erstmal freundlich ausgelacht. Da der Kollege seinen Laden schließen wollte musste gespachtelt werden, was das Zeug hält. Gesagt, getan. Neuer Rekord im Dumpling Schnellessen!

Auf der Suche nach dem inneren Frieden The very Great Wall The very Steep Wall kurzes Päuschen

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Tag 4 (02.06.2012) - Zugfahrt nach Huang Shan

Samstag, 02.06.2012

Ein ganzer Tag im Zug - wie schön. 11Uhr gings los, in einen Softsleeper Abteil mit 2 Chinesen die man kaum bemerkt hat. Es wurde geschlafen, gegessen, Landschaft geguckt, gespielt, geschlafen...

auf gehts im Zug K45

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Tag 5 (03.06.2012) - Ankunft in Huang Shan

Sonntag, 03.06.2012

7:38 Ankunft in der Railway Station Huang Shan. In der Nähe der Old Street haben wir schnell ein Zimmer im Hostel gefunden und gleich im Anschluss die Stadt erkundet. Eigentlich wollten wir in den Botanischen Garten, doch der Rikschafahrer konnte wohl weder Karte noch überhaupt lesen und ist in eine ganz andere Richtung gefahren, also haben wir uns wieder zurück kutschieren lassen und sind danach durch einen  nahegelgenen Park spaziert. In der Old Street findet man alle paar Meter den gleichen Shop: Tee-Nippes-Holzkunst-Tee-Nippes...

Huang Shan

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Tag 6 (04.06.2012) - Mt. Huang Shan

Montag, 04.06.2012

5:45 Uhr - Weckerklingeln - Ich glaub es hackt. Ich hab Urlaub. Nützt ja alles nichts. Heute gehts zum Monte Huang Shan. DER mystische Berg Chinas. Muss man gesehen haben. Usw. Dann wollen wir mal los. Mitm Mini Bus zum Touristenumschlagplatz am Berg. Und dann mit Maxi-Bus weiter zum Eastern Entrance. Nun gilt es die verschiedenen Gipfel der Bergregion zu erklimmen. Trampelpfade, Matschfützen,.. weit gefehlt: Alles pickobello mit Treppen und Steinplatten versehen. So geht Gipfel heute!Und natürlich im Besten Outfit, damit die Fotos auch schön werden, Minikleider sind keine Seltenheit! :=) Aber echt krass: Oben auf dem Berg gibts Hotels und Restaurants zu versorgen. Und wie kommt das Gelärsch dafür da hoch. Auf starken Schultern von "Huang Shan Sherpas". Alter Falter. Die Jungs haben Waden wie andere Oberschenkel. Der Manu ist ja auch recht stark und versuchts auch mal. Mei-o-mei. Die blöde Bambusstange bewegt sich kein Stück als ich sie nach oben stemmen möchte. Manu als Lastenträger Später errechnen wir, dass die Jungs um die 70 kg (!!!) aufladen. Wir begnügen uns damit uns selbst und den Wechselschlüpper für die Übernachtung nach oben zu schleppen. Es ist arg neblig, was die Aussicht etwas trübt, aber die ganze Szenerie in ein mytisches Flair taucht. Oben angekommen wollen wir uns zunächst auf die Suche nach unserem Hostel machen. Irgendwie sagt jeder was anderes wie wir da hinkommen. Also doch erstmal Sighseeing-Wandern. Die Landschaft ist phänomenal. Granitschluchten, Abhänge, Höhlen, Durchbrüche - ...und: Treppen! Das ganze Gebiet ist mit Treppen versehen. Entwender aus dem Granit gehauen oder an die Granitwand angedübelt.  rangedübelt Nach Achtmillionendreihundersiebenundneunzigtausendfünfhundertzwölf Treppenstufen erreichen wir unser Hostel. Also ab zur Rezeption. Ein Riesenhotel und schick, schick, schick. Ein Bediensteter führt uns zum Zimmer. Aber leider wieder raus aus dem Schick-schick-schick Haus und ins normalo-Haus. Und dort: in den Keller. Wir haben Budget gebucht! Das ganze hat einen Jugendherberge-Alpenunterkunft-Flair. Um die Moral zu wahren, pennen Mädels und Jungs in getrennten Zimmern. Anja und ich sicherheitshalber auch in getrennten Häusern. Also wieder raus ausm Keller und zu ihrem Domizil geschlurft. Sie pennt mit 13 Chinesinnen und einem Kind, die alle super nett sind und gerne ihre Füße heiß baden. Ich rutsche zwischen eine Abschlussfahrt von Uni-Studenten. Und da gehts ab: Mau-mau, Wahrheit oder Pflicht und "Zublinzeln, wer ist hier der Mörder". Der Party-Faktor ist begrenzt, aber alle super nett und mit feinstem Englisch. Da um 5:20 Uhr am nächsten Tag Sonnenaufgang sein soll und der spektakulär sein soll, gehts früh in die Heia. Zzzzzzzzzzzzzzzz.....

gelbe Zipfelmützchen Nebel ich im Nebel wir im Nebel

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Tag 7 (05.06.2012) - Mt. Huang Shan

Dienstag, 05.06.2012

Hab ich mich gestern beschwert, dass ich um 5:45 aufstehen soll. Heute ist es 4:20 als die ersten Sonnaufgangsanbeter im Zimmer lärmen. Anja hat sich auch schon auf die Reise zu meinem Kellerverlies gemacht und steht schon vor meinem Bette um 4:30. Auf geht das. Fertigmachen. Los gehts! ... Nebel. Mööp. Nix mit Sonnenaufgang. Na gut dann halt wieder ins Verlies und pennen. Geht ab 6:30 auch wieder als auch die "Spätaufsteher" raus sind und wir das Zimmer für uns haben. (Uiuiuiui, Mädchen und Junge im gleichen Zimmer.) Nach dem zweiten Aufstehen gehts weiter wie am Tag zuvor. Treppensteigen. Heute aber hauptsächlich Treppenhinabsteigen, was deutlich weniger Kraft benötigt. Das Wetter ist noch ein bissl fieser als am Tag zuvor, weil es aus dem Nebel heraus auch stets ein bissl regnet. Aber keine Sorge: Das gehört so am Mt. Huang Shan. Die Eindrücke sind dennoch klasse! Die Geschichte wird an dieser Stelle etwas abgekürzt: Gegen Nachmittag sind wir wieder an der Talstation und suchen uns unsere Busse. Wieder Erwarten werden wir nicht am Touristenumschlagplatz vom ersten Bus abgesetzt, sondern am Straßenrand und in einen dort stehenden Minibus geleitet, der uns zu unserem Zielort Tunxi bringen soll. Ziel und Preis stimmen. Abfahrtszeit: ungewiss. Am Schluss fahren wir 1,5 Stunden durch das Örtchen, immer die gleichen drei Straßen und es werden willkürlich Passanten gefragt, ob sie nicht auch zufällig nach Tunxi wollen. Zum Glück finden sich 20 Leute, sonst würden wir wohl immernoch dort umherkreisen. Am Schluss kommen wir an, unser altes Hostelzimmer erwartet uns und wir können duschen und unsere Klamotten trocknen. Fein!

Manu macht Unsinn ein Chinamann fast geschafft

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Tag 8 (06.06.2012) - Relaxen in Huang Shan

Mittwoch, 06.06.2012

Yeah! Heute ausschlafen. Allerdings weckt uns prasselnder Regen erstmal recht früh. Aber Weiterschlafen ist kein Problem nach dem Treppenmarathon die Tage zuvor. Der Regen passt auch genau zu unseren Tagesplänen: Nichtstun. Nach europäischem Frühstück im Hostel (muss auch mal sein), dies und das tun. Unter anderem müssen wir uns um unsere weitere Reiseplanung kümmern. Wir lassen uns für Shanghai begeistern. Außerdem brauchen wir noch nen Zugticket nach Hongkong. Als mittlerweile erfahrene China-Reisende machen wir dies auf eigene Faust am Bahnhof von Tunxi. (Na gut, wir lassen uns im Hostel einen Zettel schreiben, auf dem alles draufsteht; den wir nur noch dem Schalterbeamten geben müssen. Aber trotzdem…). Zum Lunch gibt’s geilo Hinterhaus Dumpling und sonstiges aus der leeeeeckeren rustikalen Küche. Im Großen und Ganzen passiert heute nicht viel. So wie es sich für einen Relaxationstag gehört.

Tag 9 (07.06.2012) - Ankunft in Shanghai

Donnerstag, 07.06.2012

Um 8 Uhr geht der Bus nach Shanghai. Total unkompliziert. Reingesetzt  und 5 Stunden später in Shanghai. Und der erste Eindruck von Shanghai. Grandios. Schwuppdiwupp sind wir auch schon mit dem super U-Bahnnetz am Hostel. Klamotten ins Zimmer geschmissen und auf durch die Stadt. Vom Peoples Square geht’s durch die Nanjing Road zum The Bund. Nanjing Road (Einkaufsmeile und Fußgängerzone) ist der Inbegriff der Konsumgesellschaft. Adidas, Nike, Apple, Starbucks, McDonalds, Juweliere,… Wir schwenken in eine Seitenstraße und lassen uns köstlich bekochen. Zum Schmunzeln nebenbei: Wir bekommen einen Tisch im 1. Stock. Deckenhöhe: ziemlich genau 1,80m. :=) Angekommen am The Bund saugen wir die Skyline von „Pudong“ ein: Grandios. Wir bleiben bis es dunkel ist und die Wolkenkratzer noch mit grellen Lichtspielen verzücken. Später geht’s zurück ins Hostel und Schluss.

1.80m Deckenhöherestaurant East Nanjing Street Pudong und Anja Kolonialbauten in der Dämmerung Pudong at night

 

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